Nachdem wir die Handelsplätze betrachtet haben, stellt sich die Frage, wie ein Auftrag überhaupt formuliert wird. Wer sich als Einsteiger informiert — Stichwort Aktien für Anfänger — trifft schnell auf Begriffe wie „Marktorder", „Limitorder" oder „Stop". Diese Lektion erklärt die drei grundlegenden Orderarten auf konzeptioneller Ebene. Es geht nicht darum, eine bestimmte Form zu empfehlen, sondern darum, das Prinzip zu verstehen.

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Was ist eine Order?

Eine Order ist ein Auftrag, einen bestimmten Wertpapieranteil zu kaufen oder zu verkaufen. Damit ein solcher Auftrag ausgeführt werden kann, muss er klar formuliert sein: Welche Richtung (Kauf oder Verkauf), welcher Wert und — ganz wichtig — zu welchen Bedingungen. Genau an diesen Bedingungen unterscheiden sich die Orderarten. Sie legen fest, wie viel Flexibilität oder Kontrolle du bei der Ausführung behältst.

Für Aktien für Anfänger ist eine Grundidee zentral: Jede Orderart ist ein Kompromiss zwischen Schnelligkeit und Preiskontrolle. Wer maximale Schnelligkeit will, verzichtet auf eine feste Preisvereinbarung. Wer volle Preiskontrolle will, nimmt in Kauf, dass der Auftrag unter Umständen nicht sofort ausgeführt

Die Marktorder — Ausführung zum nächstmöglichen Preis

Die einfachste Form ist die Marktorder (auch Market-Order genannt). Hier gibst du allein die Richtung an — kaufen oder verkaufen —, ohne einen festen Preis vorzugeben. Die Ausführung erfolgt zum nächstmöglichen Preis, der aktuell im Markt steht.

Stärke
Hohe Wahrscheinlichkeit einer schnellen Ausführung, solange überhaupt eine Gegenseite vorhanden ist.
Schwäche
Du kennst den genauen Preis im Voraus nicht. In unruhigen Phasen kann der tatsächliche Preis von dem abweichen, den du gerade noch gesehen hast.

Die Marktorder ist die unkomplizierteste Form, trägt aber das Risiko, dass der Ausführungspreis nicht genau dem entspricht, was du im Moment der Auftragserteilung erwartest. Das ist besonders in Phasen hoher Schwankungen relevant.

Zur Einordnung. Keine Orderart ist „besser" als die andere. Welche im Einzelfall passend ist, hängt von der Situation und der persönlichen Einschätzung ab. Hier geht es allein um das Verständnis

Die Limitorder — ein fester Preis als Bedingung

Bei der Limitorder gibst du zusätzlich zur Richtung einen Preis vor, den sogenannten Limit. Der Auftrag wird nur dann ausgeführt, wenn sich der Markt zu diesem Preis oder besser bewegt. Damit behältst du die volle Kontrolle über den Preis — zahlst dafür aber mit Unsicherheit über die Ausführung.

  • Bei einer Kauf-Limitorder legst du fest, dass du höchstens zu einem bestimmten Preis kaufen möchtest. Steigt der Markt darüber, bleibt der Auftrag liegen.
  • Bei einer Verkaufs-Limitorder legst du fest, dass du mindestens zu einem bestimmten Preis verkaufen möchtest. Sinkt der Markt darunter, bleibt der Auftrag liegen.

Für Aktien für Anfänger ist die Limitorder deshalb ein wichtiges Konzept: Sie schützt vor unerwarteten Preisen, bietet aber keine Garantie, dass der Auftrag überhaupt ausgeführt wird. Es kann passieren,

Die Stop-Order — ein Auslöser

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Die Stop-Order — ein Auslöser

Etwas anders funktioniert die Stop-Order. Hier legst du einen Auslösepreis fest. Sobald der Markt diesen Preis berührt, wird die Stop-Order aktiv und wandelt sich in der Regel in eine Marktorder um. Sie dient also nicht direkt der Preisfestlegung, sondern dem Auslösen eines Auftrags bei Erreichen einer bestimmten Marke.

Stop-Orders werden häufig genutzt, um bei bestimmten Entwicklungen automatisch zu reagieren — etwa um einen Auftrag auszulösen, wenn ein Preis eine festgelegte Linie über- oder unterschreitet. Achtung: Auch hier kennst du den tatsächlichen Ausführungspreis nicht sicher, denn nach dem Auslösen gilt der dann gültige Markt. In ruhigen Phasen ist die Abweichung gering, in unruhigen kann sie spürbar sein.

Kombinationen sind möglich

In der Praxis lassen sich diese Grundbausteine kombinieren, etwa indem eine Stop-Order nach dem Auslösen als Limitorder wirkt (sogenannte Stop-Limit-Order). Für das konzeptionelle Verständnis genügt es, die drei Grundideen zu kennen: sofort ausführen (Markt), nur bei bestimmtem Preis ausführen (Limit) und Gültigkeit einer Orderauslösen (Stop).

Gültigkeit einer Order

Eine weitere Frage beim Thema Aktien für Anfänger: Wie lange gilt ein Auftrag? Auch hier gibt es mehrere Varianten, von denen die wichtigsten sind:

  • Taggültig: Der Auftrag verfällt am Ende des Handelstages, wenn er nicht ausgeführt wurde.
  • Gültig bis Widerruf: Der Auftrag bleibt bestehen, bis er ausgeführt ist oder du ihn aktiv zurücknimmst.

Diese Unterscheidung klingt technisch, ist aber praktisch wichtig: Ein Limit, das du heute gesetzt hast, muss nicht auch in einigen Wochen noch deinen Wünschen entsprechen. Eine unbegrenzte Gültigkeit erfordert also, da

Zusammenfassung

Blick behältst.

Zusammenfassung

  • Jede Orderart ist ein Kompromiss zwischen Schnelligkeit und Preiskontrolle.
  • Die Marktorder wird zum nächstmöglichen Preis ausgeführt — schnell, aber ohne Preisgarantie.
  • Die Limitorder wird nur zu einem festgelegten Preis oder besser ausgeführt — kontrolliert, aber nicht garantiert.
  • Die Stop-Order löst bei Erreichen einer Marke aus und wird dann häufig zur Marktorder.
Dieser Artikel erklärt Orderarten konzeptionell. Er enthält keine Empfehlung für eine bestimmte Orderart und keine Aufforderung zu einer Transaktion. Die Ausführung einer Order setzt stets eine eigene, unabhängige Entscheidung voraus.